Westfälische Wilhelms-Universität

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Projektmanagement

Projekte stellen Vorhaben dar, die im Wesentlichen durch einmalige Bedingungen gekennzeichnet sind (DIN 69901). Dass Projekte mehr sind als aus der DIN-Vorschrift hervorgeht, weiß jeder, der in Projekten mitgearbeitet hat – und insbesondere, wer Projekte geleitet hat. Das Faszinierende an der Durchführung von Projekten ist die kreative Arbeit in einem Team, in dem versucht wird, in einem überschaubaren Zeitraum gemeinsam einen Erfolg zu erzielen. Im Rahmen des Moduls Projektmanagement wird eine systematische Durchdringung des praxisnahen Stoffs angestrebt. Den Ausgangspunkt bieten Phasenkonzepte zum Management von Projekten, in denen die Zielorientierung die logisch erste Phase darstellt. Neben traditionellen Konzepten wird auch das agile Projektmanagement diskutiert.

Zur Unterstützung des Projektmanagements wurde das Projektcontrolling entwickelt, in dessen Rahmen zum einen das Projekt selbst anhand von Zeit-, Qualitäts- und Kostenzielen gesteuert und zum anderen die Wirtschaftlichkeit des zu beschaffenden oder zu entwickelnden Objekts ermittelt wird. Insofern stellt Projektcontrolling eine Teilfunktion des Projektmanagements dar. Folglich stellt Projektcontrolling einen Schwerpunkt im Modul dar.

Eine besondere Herausforderung des Projektmanagements besteht darin, dass Projekte regelmäßig nicht nur innovativ, sondern auch komplex und risikoreich sind und nur im Team (multipersonal) erfolgreich bearbeitet werden können. Aus inhaltlicher Sicht kann es sich hierbei beispielsweise um Forschungs- und Entwicklungsprojekte oder um die Anschaffung oder Herstellung von Sachinvestitionen (z. B. Neubau eines Rechenzentrums), aber auch um Softwareentwicklungsprojekte handeln.

 Im Modul Projektmanagement werden die Themen Methodenkompetenz und Sozialkompetenz und Fachkompetenz angesprochen, wobei die Fachkompetenz auch in anderen Modulen (z.B. Anwendungsarchitektur, IT-Recht) vertieft  wird.

In methodologischer Hinsicht wird im Rahmen der Lehrveranstaltung primär eine normative Perspektive eingenommen, bei der es um theoretisch fundierte Empfehlungen zur Erreichung der Projektziele geht. Dabei spielen neben den Planungsinstrumenten (z. B. Netzplantechnik, Budgetierung, Simulation) auch Projektmanagementtools, Ansätze aus der Führungstheorie und der Konflikttheorie eine wichtige Rolle. Zur Verdichtung nichtmonetärer Konsequenzen, die insbesondere zur Qualitätsmessung von Wichtigkeit sind, wird neben der klassischen Nutzwertanalyse eingeführt, durch das die Selektion vorteilhafter Projektalternativen unterstützt werden kann. Das Wissen über diese Themenbereiche wird durch eine Reihe von Fallstudien in gruppendynamischen Sitzungen erarbeitet.

Neben der normativen Orientierung kommt auch ein deskriptiver Ansatz zum Zuge, in dem eine empirische Perspektive auf Erfolge und Misserfolge populärer Projekte eingenommen wird. Die Untersuchung der Ursachen für das Überschreiten von Vorgabezeiten und Budgetgrenzen ist dabei von zentraler Bedeutung.

Aus dem Bereich der Sozialkompetenz wird die Zusammenstellung von Teams unter dem Aspekt unterschiedlicher Persönlichkeitsmerkmale diskutiert.

Im Bereich der Sozialkompetenz sollen sich die Teilnehmenden mit dem eigenen Persönlichkeits- und Tätigkeitsprofil auseinandersetzen. Darauf aufbauend wird die Auswirkung unterschiedlicher Persönlichkeitstypen auf Teambildungs- und Teamentwicklungsprozesse analysiert. Im Zusammenspiel von Kommunikations- und Konfliktmanagement soll die Wahrnehmung der Komplexität von Kommunkationsprozessen geschärft und das eigene Kommunikationsverhalten verbessert werden. Die Analyse insbesondere von konfltiktären Kommunikationsstilen und -prozessen steht dabei im Vordergrund. Ebenso werden unterschiedliche Führungsstile unter dem Aspekt der Kommunikation und des Konfliktmanagements thematisiert.

Zur Stärkung der Fachkompetenz werden Kenntnisse im Projektmanagement für Prozessorganisationsprojekte und Softwareauswahlprojekte vermittelt.
Den Teilnehmern/-innen wird die Möglichkeit gegeben, erfolgreiche – aber auch gescheiterte – Projekte aus ihrem eigenen Erfahrungsbereich im Rahmen eines Referats vorzustellen und im Plenum zu diskutieren. Bei dem Referat hat der Vortragende die Rolle des Projektleiters zu übernehmen, der die Geschäftsführung über die Zielsetzung und den Inhalt des Projekts informieren soll.

Die Teilnehmer/-innen sollen im Rahmen des Moduls nicht nur einen theoretisch fundierten Überblick über das Projektmanagement bekommen, sondern auch befähigt werden, bei zukünftigen Projekten die eigene Methoden- und Sozialkompetenz praktisch einsetzen und reflektieren zu können.

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