Westfälische Wilhelms-Universität

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Modul III - Personelle Ressourcen

Das Modul III - Personelle Ressourcen - vermittelt den Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmern fundierte und praxisorientierte Kenntnisse im Beamten-, Arbeits- und Tarifrecht aus hochschulspezifischer Perspektive. So werden neben den allgemeinen Grundlagen etwa im Beamtenrecht Kenntnisse über das gesamte Berufungsverfahren vermittelt und im Arbeits- und Tarifrecht Drittmittelverträge und die Befristungsproblematik behandelt. Schwerpunkt des Moduls sind die tarifrechtlichen Rahmenbedingungen (TVL/ TVÖD). Aufgenommen worden ist ferner das Thema Qualitätssicherung an Hochschulen.

Hochschulspezifische Besonderheiten

Inhalt
In diesem Teil des Moduls werden hochschulspezifische Besonderheiten im Personalbereich von der Studentischen Hilfskraft bis zum Werkvertrag aufgezeigt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Besonderheiten von befristeten Arbeitsverträgen im Hochschulbereich.

Erforderliche Materialien ist die aktuelle Fassung des Wissenschaftlichen Zeitvertragsgesetzes und  des Teilzeit- und Befristungsgesetzes.

Lernziele/Kompetenzen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die Vorschriften des Wissenschaftlichen Zeitvertragsgesetzes kennen und üben die rechtssichere Ausgestaltung von befristeten Arbeitsverträgen anhand praktischer Beispiele.

Beamtenrecht

Inhalt
Anhand von Fallbearbeitungen und Berichten aus der Hochschulpraxis werden die Inhalte „Was ist ein Beamter?“, öffentlich-rechtliches Dienst- und Treueverhältnis, Unterschiede zum Beschäftigungsverhältnis nach dem TV-L, Rechtsgrundlagen des Berufsbeamtentums, verschiedene Arten von Beamtenverhältnissen, Einstellungsvoraussetzungen, Fälle der Ernennungen, Beendigung des Beamtenverhältnisses, Laufbahnprinzip, Rechte und Pflichten des Beamten und des Dienstherrn und die Besonderheiten des wissenschaftlichen Hochschulpersonals vermittelt.

Lernziele/Kompetenzen
Nach erfolgreichem Abschluss des Themenbereichs haben die TeilnehmerInnen einen Überblick über das aktuelle Beamtenrecht und die für das wissenschaftliche Hochschulpersonal geltenden Besonderheiten erworben, kennen die rechtlichen Grundlagen und sind in der Lage, einfache Fallgestaltungen selbständig zu bearbeiten.

Arbeitsrecht

Inhalt
Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden grundlegende Kenntnisse im Individualarbeitsrecht vermittelt. Ausgehend von der Definition des Arbeitnehmerbegriffs werden u.a. Rechtsfragen im Vorfeld des Abschlusses eines Arbeitsvertrags, die gesetzlichen Regelungen zur Entgeltfortzahlung und zum Erholungsurlaub behandelt. Des Weiteren werden einzelne vertragliche Pflichten und Fehlverhalten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern näher beleuchtet und in Bezug gesetzt zu der Frage der Arbeitnehmer- bzw. Arbeitgeberhaftung sowie der Kündigung des Arbeitsverhältnisses einschließlich der Darstellung der Grundlagen des Kündigungsschutzes.

Lernziele/Kompetenzen
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  einen Überblick über das Individualarbeitsrecht erworben und die rechtlichen Grundlagen anhand praktischer Beispiele kennengelernt. Sie sind in der Lage, arbeitsrechtliche Problemstellungen im Hochschulbetrieb zu erkennen und im rechtlichen Rahmen zu situieren.

Personalentwicklung

Inhalt
Personalentwicklung hat das Ziel, Menschen, Teams und Organisationen dazu zu befähigen, ihre Aufgaben in betrieblichen Arbeitssystemen erfolgreich und effizient zu bewältigen und sich neuen Herausforderungen selbstbewusst und motiviert zu stellen. Sie dient dazu, die strategischen Ziele einer Hochschule unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Qualifikationen ihrer Mitarbeiter/innen optimal zu erreichen.

Die Personalentwicklung untergliedert sich in die Hauptaufgabengebiete Personalauswahl, Personalqualifikation und Personalbeurteilung. Bestimmte Einzelmaßnahmen, wie z. B. strukturierte Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarungen oder Maßnahmen zur Einarbeitung, ergänzen diese Aufgabengebiete.

Im Rahmen des H2- Lehrgangs werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die aktuell relevanten Maßnahmen, wie sie derzeit an Universitäten und Fachhochschulen Anwendung finden, vorgestellt. Weiterhin wird die Bedeutung verschiedener Personalentwicklungsmaßnahmen für die jeweilige berufliche Perspektive erläutert.

Lernziele/Kompetenzen
Die Teilnehmer/innen sollen die grundlegenden Aufgabengebiete der Personalentwicklung und deren Bedeutung für den Berufsalltag an Hochschulen benennen können und ausgewählte Einzelmaßnahmen (Einarbeitung, Mitarbeitergespräche, Zielvereinbarungen, bedarfsgerechte Fort- und Weiterbildung, Personalauswahl) darstellen können.

Tarifrecht

Inhalt
Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Geschichte der Mitbestimmung in Deutschland und der Entstehung des Tarifvertrages der Länder vorgestellt. Sie erfahren die Grundlagen der Arbeit von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, die Begrenzung des Individualarbeitsrechts durch kollektive Vorschriften und die Vorschriften des TV- L.

Während im kollektiven Arbeitsrecht vor allem Grundzüge des Rechts der Tarifparteien und der Mitbestimmung vorgestellt werden, wird im Tarifrecht auf tarifvertragliche Pflichten und deren Auswirkungen auf die Arbeit an Hochschulen, Grundlagen der Eingruppierung und Fragen der Arbeitszeitgestaltung eingegangen. Ein Schwerpunkt ist dabei auch die Vermittlung der Sondervorschriften für den Hochschulbereich. Übungsaufgaben und Klausuren sind speziell auf den Hochschulbereich abgestimmt.

Lernziele/Kompetenzen
Im Arbeitsbereich werden Kenntnisse der Rechtsgebiete kollektives Arbeitsrecht und Tarifrecht vermittelt. Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer werden sensibilisiert, mögliche kollektivrechtliche Zusammenhänge bei der Erledigung zukünftiger Aufgaben zu erkennen, z. B. Pflicht zur Beteiligung des Personalrats. Schwerpunkt ist dabei die Beurteilung von Sachverhalten, wie sie besonders an Hochschulen vorkommen. Zudem werden grundlegende Kenntnisse der zum Schutz der Beschäftigten geltenden Vorschriften vermittelt und die Bedeutung der europäischen Ebene bei der Harmonisierung des Arbeitsrechts herausgestellt. Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer lernen die Inhalte des für das Land gültigen Tarifvertrags kennen und können diesen auf Sachverhalte anwenden und im hochschulspezifischen Kontext auslegen.

Qualitätssicherung

Inhalt
Im Rahmen des H2-Lehrgangs lernen die Teilnehmerinnen und die Teilnehmer unterschiedliche Qualitätsbegriffe und die verschiedenen Dimensionen von Qualität kennen. Den Anforderungen einzelner Akteure im Wissenschaftssystem an Qualität liegen unterschiedliche Erwartungen zu Grunde, die wiederum auf unterschiedlichen "Vorstellungsstereotypen" (Müller-Böling) von Hochschulen fußen. Anhand der historischen Entwicklung und der Veränderung der hochschulpolitischen Rahmenbedingungen wird der Bedeutungszuwachs des Themas Qualitätssicherung aufgezeigt.

Die Lehrgangsinhalte vermitteln den Einsatz von einzelnen Instrumenten der Qualitätssicherung in Studium und Lehre und die zeitliche Entwicklung in Deutschland. Daneben werden Verfahren zur Evaluation der Forschung beleuchtet. Die Verbindung zu anderen Instrumenten der (strategischen) Hochschulentwicklung wird dargestellt.

Der Übergang vom Einsatz einzelner Instrumente der Qualitätssicherung hin zu einem hochschuladäquaten Qualitätsmanagement-System wird anhand von Praxisbeispielen aus einzelnen Hochschulen verdeutlicht.

Lernziele/Kompetenzen                                                                                 
Die Teilnehmerinnen und die Teilnehmer haben einen Überblick über verschiedene Qualitätsbegriffe und die Grundlagen der Qualitätssicherung in Studium und Lehre, Forschung und Verwaltung bekommen. Sie können Inhalt und Zielsetzung einzelner Instrumente der Qualitätssicherung unterscheiden und Erfolgsfaktoren für den Übergang hin zu einem hochschuladäquaten Qualitätsmanagement-System benennen.

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