Westfälische Wilhelms-Universität

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Modul IV – Soft Skills

Soft Skills gehören neben der Fachkompetenz zu den wichtigsten Determinanten des beruflichen Erfolgs sowie der Arbeitszufriedenheit. Überall dort, wo man im Berufsleben mit anderen Menschen (Kollegen, Mitarbeiter, Kunden etc.) zu tun hat, erweisen sie sich als Schlüsselkompetenzen.

Das Modul Soft Skills vermittelt Grundlagen der Kommunikation, Selbstpräsentation, sowie Rhetorik, Mitarbeiterführung, Konflikt-, Projekt- und Selbstmanagement. Da im stärkeren Wettbewerb zwischen den Hochschulen und Fachhochschulen außerdem die Außendarstellung und die Serviceleistungen der Hochschulen zukünftig noch wichtiger werden, sieht das Modul auch eine Lehreinheit zur Kundenzufriedenheit vor. Das Modul wird Gruppenarbeiten und verschiedene Verhaltensübungen beinhalten.

Konfliktmanagement

Inhalt
Konflikte bestimmen unser Handeln - sowohl in privaten Bezügen wie auch im Beruf. Manchen Konflikten kann man ausweichen, manche sind zu lösen, andere muss man überwinden. Konflikte können jedoch auch konstruktiv genutzt werden: Sie sind Motor des sozialen Wandels, sie konstituieren neue Normen, stärken das Problembewusstsein und den Willen zur Veränderung.

Das Themengebiet Konfliktmanagement will "erwachsene" Konfliktlösungsstrategien für verschiedenen Konflikttypen vorstellen. Dazu werden typische berufliche Situationen aufgegriffen und bezüglich ihres Konfliktpotenzials untersucht. Zudem erhalten die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, ihr eigenes Konfliktverhalten zu analysieren und zu verbessern.

Lernziele/Kompetenzen
Die Teilnehmer/innen lernen, Konflikte auch als Veränderungspotenzial zu erkennen, Konflikte je nach Entstehung und Beteiligten zu kategorisieren und Lösungsstrategien anzuwenden.

Mitarbeiterführung

Inhalt
Die Mitarbeiterführung gehört zu den wichtigsten Einflussfaktoren für eine erfolgreiche Organisation. Führungserfolg zeigt sich jedoch nicht nur durch die Leistung, sondern auch durch das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Deshalb gibt dieses Modul einen Überblick über verschiedene Einflussfaktoren für eine erfolgreiche Mitarbeiterführung, die sowohl die wirtschaftlichen Ziele als auch die humanen Ziele einer Organisation berücksichtigt. Neben den persönlichen Eigenschaften von erfolgreichen Führungspersonen werden dabei insbesondere erlernbare Verhaltensweisen in den Fokus gestellt. Beispielsweise wird das Mitarbeitergespräch als Führungsinstrument vorgestellt und in praktischen Übungen werden die kommunikativen Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geschult.

Lernziele/Kompetenzen
In diesem Modul werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit verschiedenen Aspekten der Mitarbeiterführung vertraut gemacht. Zum einen erlangen sie fundiertes Wissen über verschiedene theoretische Ansätze zur Erklärung von Führungserfolg. Zum anderen lernen sie, diese Einflussfaktoren in ihrer Arbeit als Führungskraft umzusetzen. Durch die praktischen Übungen erproben und verbessern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere ihre kommunikativen Führungskompetenzen. Nach erfolgreichem Abschluss des Seminars kennen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigenen Führungseigenschaften und verschiedene effektive Verhaltensweisen zur erfolgreichen Mitarbeiterführung.

Kommunikation

Inhalt
Soft-Skills gehören zu den Schlüsselqualifikationen im Berufsleben. Was für Führungskräfte schon länger ein Thema ist, gilt auch für Mitarbeiter/innen in den meisten Berufen. Ihre Beziehungen zu Menschen sind entscheidend für Erfolg und Qualität Ihres Arbeitslebens.

Folgende Inhalte werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vermittelt:

  • Kommunikationsgrundsätze, z.B. Erkennen von Sach- und Beziehungsebenen
  • 4-Ohren-Modell (nach Friedemann Schulz von Thun)
  • Aktives Zuhören
  • Körpersprache

Lernziele/Kompetenzen
Die Teilnehmer/innen lernen, gelingende Kommunikation nicht dem Zufall zu überlassen, sondern durch bewusste Anwendung mehr Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen und schwierigen Situationen zu erlangen sowie mehr Erfolg in Beruf und sozialen Beziehungen.

Kundenzufriedenheit

Inhalt
Die Hochschulverwaltung ist ein „universitätsinternes Dienstleistungsunternehmen“, das die Hochschulangehörigen mit einer Vielzahl an Leistungen unterstützt und so einen reibungslosen Wissenschafts- und Lehrbetrieb bzw. Studienverlauf ermöglicht. Darüber hinaus prägt die Verwaltung das Bild der Universität aus der Sicht externer Personen wie etwa Studieninteressierter oder Vertreter privatwirtschaftlicher Unternehmen. Der Erfolg und das Image jeder Hochschule werden maßgeblich von ihrer Verwaltung getragen.

Lernziele/Kompetenzen
Das H2-Seminar Kundenzufriedenheit gliedert sich in drei Teile. In einem ersten Teil erfolgt eine thematische Einführung. Ausgehend vom "Arbeitsplatz Hochschule" werden die Beziehungen zwischen der Hochschulverwaltung und ihren internen und externen Kunden analysiert und gemeinsam eine "Mission" für die Verwaltung erarbeitet. Im zweiten Teil des Seminars wird aufgezeigt, dass Kundenorientierung ohne Mitarbeiterorientierung nicht denkbar ist. Gemeinsam wird erörtert, inwieweit Mitarbeiter/innen im Verwaltungsbereich kundenorientiert handeln können und welche Hindernisse der Erfüllung von Kundenwünschen und -bedürfnissen im Wege stehen. Im dritten Teil des Seminars werden die erworbenen Ergebnisse und Erkenntnisse schließlich in praktischen Übungen (z.B. Führen eines Kundengesprächs, Umgang mit schwierigen Kunden) angewendet und vertieft.

Stressmanagement

Inhalt
In diesem Teil des Moduls werden den Teilnehmer/innen folgende Inhalte vermittelt:

  • Stress- was ist das?
  • Meine Kompetenzen zur Stressbewältigung
  • Die 3 Hauptwege der Stressbewältigung
  • Körperliche Stressreaktionen und die Folgen
  • Meine persönlichen Stressoren
  • Verhaltensanalyse - den eigenen Stress unter die Lupe nehmen
  • Einführung in die Progressive Muskelentspannungstechnik
  • Einführung Mentaltraining
  • Die 5 persönlichen Stressverstärker
  • Wie man sich selbst auf neue Gedanken bringt
  • Erarbeiten stressvermindernder Gedanken
  • Ideen zur Bewältigung sammeln, bewerten und planen
  • Wiederholung PMR
  • Hintergründe und Tipps

Lernziele/Kompetenzen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Stress als eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts bezeichnet. So werden fünfzig bis sechzig Prozent aller Arbeitsausfälle stressbedingten Krankheiten zugeordnet. Doch der kompetente Umgang mit Stress kann erlernt, und damit die eigene Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit unterstützt werden. Die TeilnehmerInnen erfahren, was Stress biologisch und psychologisch gesehen ist, wie er ausgelöst wird und wie Stress und Gesundheit zusammenhängen. Das eigene Stresserleben wird unter die Lupe genommen und Techniken für die Bewältigung von Belastungssituationen erprobt. Zu diesen Techniken gehören eine aktive Problemlösung, kognitive und regenerative Strategien. Übergeordnetes Ziel ist der Anstoß zu einem gesundheitsgerechten leistungsförderlichen Selbstmanagement.

Protokollführung

Inhalt
Protokolle haben vielfältige Funktionen in einer Hochschule und werden auch im Zeitalter der elektronischen Medien immer wichtiger. Sie dokumentieren Arbeitsprozesse und Entscheidungen, sind ein Kontrollinstrument und Informationsmittel. Damit ein Protokoll eine oder mehrere dieser Funktionen erfüllen kann, müssen die aktuellen Standards und formalen Richtlinien bekannt sein. Daher werden die jeweiligen Protokollarten mit ihren Gestaltungsmerkmalen vorgestellt; Tipps zur Vorbereitung auf das Protokollieren und Formulierungshilfen garantieren Praxisnähe.

Lernziele/Kompetenzen
Die Teilnehmenden setzen sich mit den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Protokollart auseinander und reflektieren, mit welcher Darstellung sie ihr Protokollziel erreichen. Dazu gehören auch die Fragen, welche Angaben notwendig sind, wie sie die Redebeiträge aufbereiten und dem Leser objektiv vermitteln. So verfassen sie ein gut strukturiertes und verständlich formuliertes Dokument, das gezielt über die Besprechung (oder auch Sitzung, Konferenz …) informiert.

Korrektur lesen

Inhalt
Berichte, Briefe, E-Mails, Protokolle – also alle Arten der schriftlichen Information –  geben dem Leser sofort einen Einblick in die Arbeitsweise und Kompetenz des Verfassers. Ein perfektes Schriftstück überzeugt durch fehlerfreie Gestaltung und eine Darstellung, die sich am Empfänger orientiert. Notwendig sind dafür Kenntnisse der Rechtschreibung und Zeichensetzung, der Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung (DIN 5008) und der Korrekturzeichen (DIN 16 511). Ein wirklich ansprechender Text entsteht, wenn auch die Grundsätze für verständliches Formulieren berücksichtigt werden.

Lernziele/Kompetenzen
Die Teilnehmenden schärfen ihren Blick für mögliche Fehlerquellen in Texten und  aktualisieren und vertiefen ihr Wissen auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Viele Tipps und Übungen unterstützen sie dabei, in Zukunft nichts zu übersehen, da sie zum Beispiel Briefe, Mitteilungen oder Presseartikel systematisch prüfen.

Moderne Korrespondenz

Inhalt
Schreibkompetenz ist heute eine entscheidende Fähigkeit. Wem es gelingt, Inhalte sprachlich korrekt, treffsicher und in einem ansprechenden Ton zu formulieren, hinterlässt beim Adressaten einen positiven Eindruck. Denn Briefe und E- Mails sind eine wirkungsvolle Selbstdarstellung der Universität.

Lernziele/Kompetenzen
Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die aktuellen Standards für die schriftliche Kommunikation: Sie erfahren, welche sprachlichen und formalen Richtlinien für die moderne Korrespondenz gelten und wie es gelingt, leserorientiert zu formulieren.

Projektmanagement

Inhalt
Erfolgreiches Projektmanagement ist gefragt in Wirtschaft und Verwaltung. Dabei geht es um mehr als nur um das reine Projektergebnis. Ausgangspunkt sind die persönlichen Erfahrungen der TeilnehmerInnen mit bisherigen Projekten. Davon ausgehend wird Projektmanagement aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet: Einerseits aus Sicht der verschiedenen Phasen (von der Planung über den Projektprozess zum Projektergebnis und -erfolg), andererseits auf verschiedenen Ebenen (ganzheitliche Projektbetrachtung, Projektstrukturierung, Kooperation mit Projektpartnern und Projektcontrolling).

Lernziele/Kompetenzen
In diesem Modul werden die TeilnehmerInnen für die erfolgskritischen Faktoren von Projektmanagement sensibilisiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kennenlernen konkreter Werkzeuge, die den Arbeitsprozess in verschiedenen Projektphasen und auf den einzelnen Projektebenen unterstützen. Durch praktische Übungen werden ausgewählte, bewährte Werkzeuge erprobt und ihre Einsatzmöglichkeiten in der Praxis der TeilnehmerInnen reflektiert. Nach Abschluss des Themenbereichs kennen die TeilnehmerInnen des Moduls erfolgskritische Faktoren und praktische Werkzeuge für ihr eigenes - erfolgreiches - Projektmanagement.

Selbstpräsentation und Persönlichkeitsentwicklung

Inhalt/Lernziele/Kompetenzen
Mit erfolgreich absolvierten Qualifizierungslehrgang H2 geht für viele Teilnehmer/innen die Bewerbung auf höherwertige Stellen einher. Das Modul Selbstpräsentation/Persönlichkeitsentwicklung will sie darauf vorbereiten, diese Herausforderung anzunehmen, Argumente in der beruflichen Biografie wie auch in den persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten zu identifizieren um sich innerhalb der eigenen Hochschule gut vorbereitet zu präsentieren.

Assessment-Center

Inhalt
Zum Abschluss des Moduls Soft Skills werden Interviews mit den einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern geführt.

Lernziele/Kompetenzen
In diesen Interviews werden situative und biographische Fragen gestellt, um den Trainingserfolg im Bereich der sozialen Kompetenzen zu erfassen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine differenzierte Rückmeldung über ihre Ergebnisse.

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