Verrechnungspreise und Quellensteuer bei gruppeninternen Leistungsbeziehungen

Neuerungen durch die Verwaltungsgrundsätze 2020 und den Referentenentwurf zum AbzStEntlModG

 

Gegenstand der Veranstaltung
Das BMF hat mit den Verwaltungsgrundsätzen 2020 und dem Referententwurf zum AbzStEntlModG im Dezember 2020 weitreichende Neuregelungen in die Welt gesetzt, die für international tätige Unternehmen und ihre Berater von grundsätzlicher Bedeutung sind. Dabei besteht ein grundlegender systematischer Zusammenhang zwischen den neuen Quellensteuerregelungen und den Verrechnungspreisstrukturen international tätiger Unternehmen, der in der Veranstaltung dargestellt werden soll.

Das BMF hat mit Datum vom 03.12.2020 neue Verwaltungsgrundsätze (VWG 2020) erlassen. Diese ersetzen in Teilen die Verwaltungsgrundsätze-Verfahren aus dem Jahr 2005. Die erweiterten Mitwirkungspflichten des Steuerpflichten nach § 90 Abs. 2 AO und die Anforderungen an die Verwertbarkeit von Verrechnungspreisdokumentationen werden durch die VWG 2020 weiter konkretisiert und die Schätzungsbefugnis der Finanzverwaltung teilweise noch weiter verstanden als es bisher schon der Fall war. Zugleich hat das BMF mit seinem Referentenentwurf für ein Gesetz zur Modernisierung der Entlastung von Abzugssteuern und der Bescheinigung von Kapitalertragsteuer (AbzStEntlModG) vom 19.12.2020 Änderungen vorgeschlagen, die das Abzugs- und Erstattungsverfahren für Quellensteuern wie dem Kapitalertragsteuerverfahren oder dem Abzugsteuerverfahren bei gruppeninternen Lizenzzahlungen neu regeln. Der Entwurf sieht grundlegende Änderungen der LoB- und Anti-treaty-shopping-Regelungen sowie der Quellensteuerpflicht bei extraterritorialen Lizenzzahlungen und bei der Veräußerung von in einem inländischen Register eingetragenen Rechten vor, die sich insbesondere auf gruppeninterne Leistungsbeziehungen auswirken werden.

Beide Rechtsänderungen haben weitreichende praktische Bedeutung für Unternehmen und Berater in Betriebsprüfungen und bei der laufenden Steuer-Compliance. Die Veranstaltung behandelt die neue Rechtslage und die sich daraus ergebenden praktischen Herausforderungen anhand von Beispielsfällen und bietet praxistaugliche Lösungen.

In dem Seminar werden anhand von praxistauglichen Beispielsfällen die Neuerungen der Verwaltungsgrundsätze 2020 und des Referententwurfs zum AbzStEntlModG vorstellen. Dabei werden vor allem Lösungen für den Umgang mit den Neuerungen in der Praxis im Bereich Betriebsprüfungsvereidigung und steuerliche Compliance aufgezeigt. Natürlich wird auch auf die neueste Rechtsprechung zu diesen Themen eingegangen.

Termin: Freitag, 23. April 2021 von 13.30 – 19.30 Uhr (5 Zeitstunden)
Teilnahmeentgelt:  350 € / 300 € Alumni (inkl. Seminarunterlagen, Pausenkaffee)
Ort: WWU Weiterbildung, Königsstraße 47, 48143 Münster
Dozent:Prof. Dr. Lars Haverkamp, LL.M (Flick Gocke Schaumburg)
Freie Plätze: 12

Für diese Veranstaltung wird Ihnen ein Umfang von 5 Zeitstunden gemäß § 9 der Fachberaterordnung (FBO) anerkannt. Die Teilnehmenden erhalten im Anschluss eine entsprechende Bescheinigung zur Vorlage bei der Steuerberaterkammer.

Die Fortbildung ist auch offen für Steuerberater/innen ohne Fachberaterqualifikation sowie Fachanwälte für Steuerrecht. Das Internationale Steuerrecht sollte zum Tagesgeschäft gehören.

Bitte füllen Sie das  Anmeldeformular aus und senden es per E-Mail, Fax oder Post an uns zurück.